Dienstag, 17. März 2015

Menschen für Christus gewinnen

Tägliche Meditationen - 22. März 2015

Fünfter Sonntag in der Fastenzeit
Judica

P. Steven Reilly LC

Joh 12,20-33
Auch einige Griechen waren anwesend - sie gehörten zu den Pilgern, die beim Fest Gott anbeten wollten. Sie traten an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und sagten zu ihm: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.

Einführendes Gebet:  Herr, die Zeit meines Gebets ist für mich die wichtigste Zeit des Tages. Ich weiß, dass heute alles durch deine Gnade noch mehr gesegnet sein wird, wenn ich mich dir mit Leidenschaft hingebe. Herr, hier bin ich voll Vertrauen und dankbar für deine väterliche Liebe zu mir.

Bitte: Herr, hilf mir, ein treuer Apostel zu sein.

1.  Wir möchten Jesus sehen. Der Weg durch die Fastenzeit geht seinem Ende entgegen. Die Karwoche wird bald da sein. Mit den Lesungen aus der Heiligen Schrift in dieser letzten Woche der Fastenzeit wollen wir den Herrn bei der andauernden Auseinandersetzung mit den rechthaberischen Schriftgelehrten und Pharisäern begleiten. Im heutigen Evangelium hören wir von einigen Griechen, die an Philippus herantraten, weil sie unseren Herrn sehen wollten; wir werden hierbei an unseren Auftrag erinnert, als Jünger Christi die Menschen zu Christus zu führen. Wenn andere uns kennenlernen, müssten diese durch unsere katholische Geisteshaltung sozusagen die Gegenwart des Herrn spüren können. Diese werden dann sicher bereit sein, sogleich auf Christus zuzugehen, wenn unser Leben wirklich die Güte Gottes widerspiegelt. Sie werden sich danach sehnen, was wir haben – „Wir möchten Jesus sehen“. Diese Worte von einem Verwandten, einem Freund oder einem Mitarbeiter zu hören, ist wohl eine der größten Freuden eines engagierten Christen.

2. Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt. Wenn es eine unserer größten Freuden ist, Menschen für Christus zu gewinnen, müssen wir darauf vorbereitet sein - denn sie lassen sich nicht so leicht gewinnen. Ein Erzbischof in den USA (Fulton Sheen) pflegte die Geschichte einer aufgewühlten Person zu erzählen, die zu ihm kam, um ihm ihren Entschluss zu einem Leben ohne Glauben und Moral kundzutun. Das war eine Herausforderung, die er nicht ohne weiteres hinnehmen konnte. Er bat den Herrn, ihm Leid und Kreuz zu schicken, die er für die Rettung dieser Seele aufopfern könne. Das ist ein Gebet, das nicht leicht gesprochen wird. Bald erduldete der Erzbischof eine unglaubliche Kette von Rückschlägen, Schwierigkeiten und regelrechten Belästigungen. Aber er stand das geduldig durch und opferte es für diese Person auf. Später hatte er die Tröstung, ihr die segensreiche sakramentale Absolution zu erteilen. Sind auch wir bereit, für die Erlösung der Menschen, namentlich für solche, die einen besonderen Anspruch auf unsere Liebe und Fürsorge haben, Leiden und Schwierigkeiten zu erdulden?

3. Ich werde alle an mich ziehen. Die Rettung der Seelen ist eine Aufgabe, zu der uns Christus aufruft, aber wir sind uns nicht selbst überlassen. Er ersehnt dies viel mehr als wir selbst. „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“ Er spricht von der Kraft, die vom Kreuz ausgehen wird. Sie wird nicht eine nur äußerliche Kraft sein; Christus wirkt in den Seelen. Sein beständiger Mahnruf, bisweilen sanft und diskret, dann wieder energisch und fordernd, zielt darauf ab, unseren Geist und unser Herz für seine Liebe zu öffnen. Nehmen wir uns von neuem fest vor, Diener seiner unsterblichen und immer gegenwärtigen Liebe zu sein!

Gespräch mit Christus: Herr, du sehnst dich danach, alle Menschen an dich zu ziehen. Ich hoffe und bete, dass ich ein erfolgreicher Botschafter deiner Liebe sein kann. Hilf mir, anderen zu zeigen, wie erfüllt das Leben ist, das nur für dich gelebt wird.

Vorsatz:  Ich will mein Widerstreben ablegen und jemanden zur heiligen Messe oder zu einer anderen geistlichen Betätigung einladen.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 22. März 2015

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