Mittwoch, 11. Februar 2015

Christus um seiner selbst willen lieben

Tägliche Meditationen - 16. Februar 2015

Montag der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Juliana, Märtyrerin
Hl. Gilbert

 

Mk 8,11-13
Da kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.

Einführendes Gebet:  Herr, manchmal geschieht es, dass mich deine erlösende Gegenwart kalt lässt, weil ich ganz darin gefangen bin, dem Moment zu leben und so selbstgenügsam geworden bin. So ist es kein Wunder, dass ich es schwer finde, mich auf das Gebet zu konzentrieren – den Glauben zu wecken, um dich zu erkennen, göttliche Liebe zu entzünden, um in dir zu leben, und die Hoffnung zu stärken, um auf dich zu vertrauen. Ich nähere mich dir jetzt nur mit dem Willen ein treuer Jünger deines Reiches zu sein.

Bitte: Herr, gib mir einen Glauben, der deinem Herzen entspricht.

1.  Christus wegschicken. Der Schriftsteller G.K. Chesterton behauptete einmal: „Das christliche Ideal ist nicht erstrebt und für anziehend gehalten worden; man hielt es für zu schwierig und ließ es unversucht.“ Jesus liebt uns wirklich und würde niemals einer demütigen Seele die wahren Güter, die sie für die Erfüllung und Erlösung braucht, versagen. Wenn unsere Bedürfnisse, wie die der Pharisäer, letztlich Gott verstummen lassen und unser geistliches Leben erkalten lassen, kann das für uns ein Aufruf sein, unsere Herzen von unserem Egoismus zu reinigen. Wir sollten mit großer Vorsicht die Einstellungen und Worte vermeiden, die Christus zurückweisen. Christus will, dass wir ihn so lieben, wie er ist, und es ist ihm nicht gleichgültig, wenn wir uns zu etwas machen wollen, was wir nicht sind. Wir meinen oft, dass verschiedenste Dinge uns glücklich machen können, aber Christus will, dass wir erkennen, dass sein Wille das Herz aller unserer tiefsten Sehnsüchte ist.

2. Das Gebet ist mein täglicher Atem für die Seele. Jesus spricht mit unserer Seele in einer Sprache, die aus den übernatürlichen Haltungen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe entspringt. Er wird aber schweigen, wenn wir ihn in den kleinen und engen Rahmen unseres Verstandes und unserer Berechnungen herunterziehen wollen – indem wir meinen, erst alles selbst durchdenken zu müssen, bevor wir handeln. Jesus will nicht ein Supermann sein, der nur dann in unser Leben kommt, wenn die Dinge schlecht stehen und alles verloren zu sein scheint. Vielmehr greift Christus ein, weil er jeden Tag in der Gnade mit uns verbunden sein möchte und sein Leben mit jeder Seele teilen will. Unser Glaube und kindliches Vertrauen soll uns so alltäglich wie das Atmen sein.

3. Die Zeichen, die Christus zu uns bringen. Christus gab uns sichere Zeichen seiner täglichen Gegenwart in unserem Leben. Das erste ist das Zeichen des Kreuzes. Das Zeichen des Gekreuzigten bringt die Heilung von Sünden. Der Glauben wird es uns erlauben, wie der gute Schächer am Kreuz Christi Liebe als Zentrum des Universums zu erkennen. Ein weiteres Zeichen ist die Eucharistie. Es ist das mächtigste Zeichen, weil es den Urheber des Zeichens selber enthält. Christus erniedrigt sich, weil er unbedingt bei uns bleiben will. Unter den Gestalten von Brot und Wein offenbart er, was er für unsere Seele sein will. Unter dem Schleier des Sakraments lernen wir, Christus persönlich als reine Liebe zu begegnen. In der Nacht, da er verraten wurde, zeigte er die Tiefe seiner Liebe. Diese Zeichen sollen zu unserer Sprache der Liebe werden, mit der wir zu Christus so sprechen, wie er erkannt, geliebt und verehrt werden will.

Gespräch mit Christus: Christus, lass meine stolzen Forderungen dahin schmelzen, denn du rufst mich zu einer reifen Begegnung mit deiner göttlichen Liebe auf. Lass nicht zu, dass mein Egoismus die Ausbreitung deines Reiches verhindert; schenk mir tiefe Erkenntnis, wie ich deinen wahren Plan für mein Leben in die Tat umsetzen kann.

Vorsatz:  Ich werde heute einige Zeit damit verbringen, Jesus für die Zeichen zu preisen und zu danken, die er mir gegeben hat, damit ich ihn besser erkennen, lieben und ihm in meinem Leben dienen kann.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 16. Februar 2015

facebook Google Plus Twitter You Tube

    

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok