Mittwoch, 11. Februar 2015

Ich will es!

Tägliche Meditationen - 15. Februar 2015

Sechster Sonntag im Jahreskreis

P. Alexander Kim LC

Mk 1,40-45
Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in Acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Einführendes Gebet:  Jesus, unser Herr, danke, dass du mich diese Woche mit einer Meditation über deine grenzenlose Barmherzigkeit und Liebe zu mir beginnen lässt. Ich brauche deine heilende Berührung, um heilig zu werden, so wie es deinem Schöpfungsplan für mich entspricht. Ich weiß, dass du mich heilen willst, weil du mir die Gabe des Glaubens gegeben hast: dich zu erkennen und zu lieben und die tiefe Freude, die in deiner Nachfolge liegt, zu erfahren.

Bitte: Herr, ich möchte rein werden. Berühre mein Herz und heile mich mit deiner barmherzigen Liebe.

1.  Heilsbedürftig. Wie der Aussätzige im Evangelium muss auch ich geheilt werden. Er kam demütig, als ein Bettler, denn er hatte nichts, was er Jesus für seine übergroße Tat anbieten konnte. Aber seine Demut war auf Glauben begründet. Im Vertrauen auf die Schrift, in der es heißt: „Verweigere die Gabe dem Bedürftigen nicht, und missachte nicht die Bitten des Geringen“ (Sir 4,3f) blieb er beharrlich in seinem Bitten. Er zweifelte nicht, dass Jesus ihn heilen würde, dass Jesus Interesse an einem unbedeutenden und unbekannten Aussätzigen zeigen würde. Er bat unseren Herrn um ein Wunder, und er wusste, dass Jesus es ihm gewähren würde. Er wusste auch, dass er eine solche Geste der Barmherzigkeit nicht verdiente. Auch wenn Jesus seine Bitte ablehnen würde, war er bereit, dies zu akzeptieren.

2. Er hatte Mitleid. Jesus hatte Mitleid. Er streckte seine Hand aus, um den Aussätzigen zu berühren und offenbarte den Willen Gottes, des Vaters, auf sanfte Weise: „Ich will es. Werde rein.“ Jesus war mehr gerührt über den demütigen Glauben des Aussätzigen, als über seine Krankheit. Die Bitte des Aussätzigen berührte direkt den Kern der Sendung des Erlösers. Jesus wünscht sich nichts mehr, als die Sünde mit ihren Auswirkungen auf uns wegzunehmen. Jesus „kam in die Welt, um die Sünder zu retten“ (1 Tim 1,15) und er selbst sagte: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben, und damit sie es in Fülle haben“ (Joh 10,10). Die Geste der Nächstenliebe gegenüber dem Aussätzigen deutet auf Christi erlösenden Tod für die gesamte Menschheit hin. Jesus möchte sich zu uns ausstrecken, um unser Herz zu berühren und auch uns zu heilen. Wir glauben, dass das wahr ist. Wir sollen uns ihm übergeben, uns ihm mit Demut nähern und unseren Glauben leben.

3. Für immer verändert. Die Begegnung mit Jesus veränderte das Leben des Aussätzigen für immer. Jede Begegnung erfordert jemandes Initiative. Obwohl der Aussätzige derjenige ist, der sich an Jesus wendet, ist es zuerst Jesus, der sich selbst erreichbar macht! Auf dieselbe Art hatte Jesus die Begegnung mit den ersten Jüngern initiiert, als er am See von Tiberias entlanglief und es Andreas und Johannes ermöglichte, ihn zu fragen: „Meister, wo wohnst du?“ (Joh 1,38). Jesus, unser Herr, du kommst in mein Leben, weil du mir den Weg zum ewigen Leben mit dir zeigen willst. Bist es nicht du, guter und gütiger Herr, der mich einlädt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28)?

Gespräch mit Christus: Jesus, unser Herr, du bist so barmherzig zu mir! Danke, dass du mich so sehr liebst. Wie unruhig wartest du darauf, mich mit deiner Liebe zu erfüllen, mich vom Aussatz der Sünde zu heilen. Hilf mir, offen für deine Umarmung der heilenden Liebe zu sein, zuversichtlich, dass du Mitleid mit mir hast und mich berührst und rein machst, wenn ich vor dir knie und dich um Vergebung bitte.

Vorsatz:  Heute werde ich Gottes barmherzige Liebe, die ich in meinem eigenen Leben erfahren durfte, in allen meinen Begegnungen nachahmen: in der Familie, bei der Arbeit und bei Freunden.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 15. Februar 2015

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