Dienstag, 3. Februar 2015

Lasst ihn nicht im Stich!

Tägliche Meditationen - 8. Februar 2015

Fünfter Sonntag im Jahreskreis

P. Cathal Deveney LC

Mk 1,29-39
Sie verließen die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes gleich in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie.

Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war.

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist, dass du Mensch geworden bist, um uns von der Sünde zu befreien und uns die Tür zum Himmel zu öffnen. Ich hoffe auf dich, denn du bist barmherzig und willst immer das Beste für mich. Ich liebe dich und sehne mich danach, dich immer mehr zu lieben, denn du verdienst den ersten Platz in meinem Leben. Ich danke dir für diese Augenblicke inniger Verbundenheit mit dir.

Bitte: Herr, schenke mir die Gnade, meine Sendung als Christ ernst zu nehmen.

1.  In aller Frühe stand er auf, um zu beten. Jesus war den ganzen Tag über beschäftigt gewesen, die Kranken zu heilen und die Dämonen auszutreiben, und doch hatte er die Kraft, Überzeugung und Entschlossenheit, in aller Frühe aufzustehen, um zu beten. Für einen Jünger Christi ist es notwendig, zu beten und einen wirklichen Dialog mit Gott zu führen. Ohne dieses Gebet können wir anderen nichts weitergeben. Das Gebet muss ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens werden, wenn wir treue Nachfolger Christi sein wollen.

2. Lasst uns anderswohin gehen. Petrus fand unseren Herrn an einem einsamen Ort, wo er betete. Ein gewöhnlicher Mann hätte nicht die Einsamkeit aufgesucht, sondern wäre unter die Leute gegangen, die ihn loben wollten. Ein gewöhnlicher Mann wäre am nächsten Abend wieder zum Haus des Petrus gegangen, um wieder zu heilen. Unser Herr aber lässt Petrus erkennen, dass er mehr ist als nur ein gewöhnlicher Mann. „Lasst uns anderswohin gehen…“ In diesen Worten können wir das Herz Christi sehen. Er ist gekommen, um den Willen des Vaters zu erfüllen und die Seelen zu retten. „Lasst uns anderswohin gehen…“ Er möchte viele andere Seelen erreichen, um sie mit seinen Worten zu speisen, denn er ist das Wort. Er will sie vor denen beschützen, die sie mit ihren Lügen und Betrügereien in die Irre führen wollen. Sie brauchen ihn. „Lasst uns anderswohin gehen…“ Tönen diese Worte in meinem Herzen nach? Habe ich die unzähligen Seelen im Blick, wenn es darum geht, ihnen Christus zu bringen?

3. Lasst ihn nicht im Stich! Der selige Papst Johannes Paul II. sprach beim Weltjugendtag in Denver 1993 zu den Jugendlichen. Er bat sie, Christus nicht im Stich zu lassen. Christus habe gerade auch ihnen die Aufgabe anvertraut, an seiner Sendung mitzuarbeiten. Sie sollten in die ganze Welt hinausgehen und allen die gute Nachricht der Erlösung mitteilen. Gehen wir also und bringen Christus zu den Menschen. Wir dürfen nicht mehr zögern. Im Gebet müssen wir die Worte Christi hören: „Lasst uns anderswohin gehen.“ Er will durch uns verkündigen, durch unser Beispiel, unser Gebet und unsere Opfer. Er will die gute Nachricht verbreiten, indem wir die Menschen aus echter Nächstenliebe aufsuchen. Und wenn wir uns großzügig ihm hingeben, spricht er selbst durch uns zu den anderen. Gehen wir also anderswohin; wir wollen ihn durch unseren Mangel an Glauben, Vertrauen und Liebe nicht im Stich lassen. Wir wollen nicht aus Egoismus, Stolz und Bequemlichkeit umkehren. Gehen wir anderswohin!

Gespräch mit Christus: Herr, du bist gekommen, damit wir das Leben in Fülle haben. Du liebst uns so sehr. Öffne mein Herz für deine übergroße Liebe zu allen Menschen. Hilf mir, in der Kirche deine Braut und das universelle Sakrament des Heils zu sehen. Gewähre mir, dir als treuer Sohn und treue Tochter der Kirche zu dienen und dein Wort immer weiter auszubreiten.

Vorsatz:  Ich will heute mit jemandem über die christliche Botschaft sprechen.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 8. Februar 2015

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