Dienstag, 9. Dezember 2014

Wahre Selbsterkenntnis

Tägliche Meditationen - 14. Dezember 2014

Dritter Sonntag im Advent

P. Shawn Aaron LC

Joh 1,6-8,19-28
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Einführendes Gebet:  Himmlischer Vater, ich sehne mich nach der Wärme deiner Liebe. Mein Verstand sucht nach dem Licht deines Wortes. Ich sehne mich nach dem Kommen Christi, unseres Retters. Ich möchte durch diese kurze, aber innige Begegnung mit dir in der Liebe zu dir wachsen. Du bist meine Kraft, mein Licht, mein Frieden, meine Freude und mein Leben.

Bitte: Jesus, hilf mir, die Sendung, die du mir aufgetragen hast, großherzig zu erfüllen.

1.  Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.  Denken wir einen Augenblick über die große Bedeutung dieses Verses nach. Auf der einen Seite handelt es sich um einen gewöhnlichen Menschen, der einen weit verbreiteten Namen trägt. Auf der anderen Seite hat er eine Sendung, die alles Menschliche übersteigt. Die Heilige Schrift berichtet immer wieder davon, dass Gott „sendet“; er offenbart sich einer Person und sendet diese Person, um die Wahrheit über sich selbst anderen zu verkündigen. Auch Jesus sagt, dass er vom Vater „gesandt“ wurde. Die Heiligste Dreifaltigkeit ist eine Beziehung der Liebe, die Gott nicht für sich behalten will. Er erschafft zuerst die Welt für uns Männer und Frauen, dass wir glücklich werden und die Welt erhalten. Nach dem Sündenfall sendet er uns die Patriarchen, Propheten, Könige und zuletzt seinen eigenen Sohn, um uns wissen zu lassen, dass er uns liebt und dass er will, dass wir für immer bei ihm sind.

2. Ich bin nicht der Messias. Johannes weiß, wer er nicht ist. Ehrliche Selbsterkenntnis ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Heiligkeit. Johannes zieht große Scharen aus ganz Israel an. Viele Menschen würden durch so große Aufmerksamkeit stolz werden. Johannes sucht aber nicht nach Ehre und Macht. Er will vielmehr die Herzen der Menschen für den wahren Messias vorbereiten. Der Böse versucht ständig, uns dahin zu führen, dass wir nur auf uns selbst und unsere Talente schauen, um uns dadurch von Gott und seinem Plan für uns abzulenken. Johannes gibt uns ein leuchtendes Beispiel, wie wir durch demütige Selbsterkenntnis die Versuchungen des Teufels abwehren können. Wenn auch wir uns ganz auf Gott ausrichten, fühlen wir uns ganz dazu gedrängt, jede Eitelkeit und jeden Stolz aus unserem Leben zu verbannen. Wir beginnen dadurch, in der Wahrheit zu leben und die Gaben, die Gott uns geschenkt hat im Dienst am Aufbau des Reiches Gottes angemessen einzusetzen. Wir sollen diese Gaben nicht für uns behalten, denn sie gehören Gott.

3. Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn! Johannes weiß, wer er ist. Sein Herz ist nicht geteilt zwischen dem, was Gott will und was er persönlich will. Er weiß, dass Gott ihn in diese Welt gebracht hat, um etwas zu bewirken. Das zeigt die innere Quelle seines Eifers, welche seiner Botschaft diese laut ertönende Macht verleiht. Gott vertraute ihm eine Sendung an, und er war mit ganzem Herzen dabei, sie zu erfüllen. Johannes ist aber nicht der einzige Mensch mit einer Sendung. Gott hat jeden von uns ins Dasein gerufen, um eine Sendung zu erfüllen. Bin ich mit ganzem Herzen dabei, um Gottes Plan für mein Leben zu erfüllen? Bemühe ich mich, Gottes Plan für mein Leben kennenzulernen und ihn von ganzem Herzen anzunehmen?

Gespräch mit Christus: Liebster Herr, du bist die Quelle bleibenden Glückes und echten Seelenfriedens. Hilf mir, meine innere Kraft aus der Gewissheit deiner Liebe zu mir zu ziehen. Hilf mir zu erkennen, wie groß du bist und wie klein ich bin, damit ich bereit werde, meinen Egoismus abzulegen und ein treues Instrument deiner Liebe zu werden. Gib mir die Gnade, meine Sendung voll Eifer zu erfüllen.

Vorsatz:  Heute will ich drei Akte der Demut aus Liebe zu Jesus tun.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 14. Dezember 2014

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