Dienstag, 22. Juli 2014

Das Reich Christi: Der Weg zur Freude

Tägliche Meditationen - 27. Juli 2014

Siebzehnter Sonntag im Jahreskreis

P. Walter Schu LC

Mt 13,44-52
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme suchend zu dir, um dich besser kennenzulernen. Ich glaube, dass du diese Suche führst. Du willst, dass ich dich finde. Ich vertraue in deine Gnade, die mich näher zu dir bringt. Heute öffne ich mein Herz um deine Freundschaft zu empfangen.

Bitte: Herr, hilf mir bei meinem Bemühen das himmlische Reich für mich und andere zu erreichen.

1.  Der Schatz des Himmelreiches. „Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund“ (Lk 6,45). Christi Herz ist voller Eifer für das Himmelreich. Christus sehnt sich danach, dass jeder, der ihn hört, sich in dieses Himmelreich verliebt. „Seine Beschreibungen des Himmelreiches fließen von seinen Lippen wie Wasser von einem Wasserfall – seine Vision ist so reich und lebendig, dass die Sprache allein es kaum vermitteln kann“ (Br. John Bartunek LC, The Better Part, 184). Manchmal stolpern wir fast zufällig auf das Himmelreich, wie beim Gleichnis vom Schatz auf dem Acker. Aber wir wissen, dass dieser Schatz mehr wert ist als alle weltlichen Schätze, die wir jemals besitzen könnten. Ein anderes Mal wieder suchen wir lange und sorgfältig, bevor wir dem Himmelreich begegnen, wie beim Gleichnis von der wertvollen Perle. Ihre Schönheit nimmt unser Herz gefangen.

2. Die Freude des Himmelreiches. Obwohl das Himmelreich glitzert wie ein Juwel mit vielen Facetten, scheint vor allem ein Merkmal immer durch: Seine Entdeckung erfüllt das Herz mit Freude. Haben wir jemals einen Blick auf das Himmelreich erhascht? Es ist in der glühenden Lebenskraft der Tausenden von Jugendlichen, die etwa zu den Weltjugendtagen kommen. Es ist in der ehrfürchtigen Stille eines einsamen Anbeters in einer Anbetungskapelle. Es ist in der ausdauernden Stärke heutiger Mütter wie der Heiligen Gianna Beretta Molla, die ihr Leben für ihr ungeborenes Kind geben. Das Himmelreich ist alles wert und verlangt alles. Haben wir alles verkauft, was wir besitzen, um es zu erlangen? Was hält uns noch zurück? An welchen weltlichen Dingen hängen wir noch und fürchten uns, sie für einen Schatz zu verkaufen, der alles übersteigt, was wir erhoffen könnten?

3. „Heulen und Zähneknirschen“. Das Himmelreich ist also wie ein Netz, das man ins Meer auswirft. Nicht alles, was ins Netz geht, ist es wert, behalten zu werden. So kommt auch nicht jeder ins Himmelreich. Was für ein plötzlicher Gegensatz zu der Freude des Himmelreiches, die in den ersten zwei Gleichnissen vorherrscht! Warum schließt Christus dieses dritte und letzte Gleichnis in seine Beschreibung des Himmelreichs mit ein? Er weiß, wie leicht wir die wichtigsten Wahrheiten des Lebens vergessen: die Realität des Letzten Gerichts, für das wir uns in jedem Augenblick vorbereiten sollten. Christus weiß, dass der Einsatz hoch ist, und wir müssen an es erinnert werden, damit wir den Mut haben, alles zu verkaufen, um ins Reich Gottes zu kommen. „Die Lehre der Kirche bekräftigt die Existenz der Hölle und ihrer Ewigkeit“ (KKK, 1035). Wir wollen deshalb stets beten und Opfer bringen, damit wir und alle Seelen, die uns anvertraut sind, eines Tages in den ewigen Freuden des Himmelreiches ankommen werden.

Gespräch mit Christus: Herr, ich möchte großzügig sein und alles für dein Reich in meinem Leben und im Leben der Seelen, die mir anvertraut sind, aufgeben. Du weißt, dass ich das nicht alleine kann. Hilf mir mit deiner Gnade, großzügig zu sein.

Vorsatz:  Ich werde offen für die Eingebungen des Heiligen Geistes sein, wenn sich Gelegenheiten auftun, jemanden heute näher zu Christi Reich zu bringen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 27. Juli 2014

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