Dienstag, 20. Mai 2014

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten

Tägliche Meditationen - 25. Mai 2014

Sechster Sonntag in der Osterzeit

P. John Bullock LC

Joh 14,15-21
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, zu Beginn dieses Gebetes komme ich zu dir mit der Bitte, dass du meinen Glauben vermehren mögest. Du weißt, dass ich an dich glaube, du weißt aber auch, wie schwach und unbeständig manchmal mein Glaube ist. Mache meinen Glauben reifer, damit er für mich immer mehr zum Licht, zur Stärke und Freude werde.

Bitte: Herr, hilf mir, dich zu lieben durch die Erfüllung deines Willens.

1.  „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück“. Wir alle verspüren beim Tod eines geliebten Menschen einen tiefen Verlust. Je näher uns eine Person war, umso tiefer ist das Gefühl des Verlustes und der Einsamkeit. Wenn ein Mensch seinen Ehepartner nach vielen Ehejahren verliert, scheint es ihm, als ob ein Teil von ihm selbst gegangen ist. Das Gleiche trifft auf die Apostel zu, die ihren Herrn so sehr geliebt hatten. Sie hatten alles verlassen, um ihm nachzufolgen: Freunde, Familien, Zukunftspläne. Je mehr sie ihn kennen lernten, umso größer wurde ihre Liebe zu ihm. Jetzt sagte er ihnen, dass er sie verlassen werde. Sie verstanden nicht viel von dem, was er sagte; der Gedanke, dass er sie verlassen würde, war schwer genug. Als Christus ihre Angst wahrnimmt, versichert er ihnen, dass sie nicht allein bleiben würden: sie werden nicht als Waisen zurückgelassen. Er wird ihnen den Geist senden. Christus lässt auch uns nicht allein. Er ist bei uns, an unserer Seite. Wir müssen lernen, seine Gegenwart in unserem Leben zu erkennen.

2. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“. Die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben erfordert von uns eine Antwort, die Antwort des Gehorsams. Wir müssen die Gebote Christi halten. Im Alten Testament war Israel immer wieder untreu gegenüber dem Bund, den Gott mit ihm geschlossen hatte. Durch die Gabe des Heiligen Geistes wurden wir nun befähigt, die Gebote Gottes zu halten. Diese Gabe des Gehorsams verlangt aber auch unsere freie Mitarbeit. Der Heilige Geist wird uns helfen, aber wir müssen diese Hilfe auch annehmen und uns wirklich anstrengen, das zu tun, was er uns sagt.

3. „Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren“. Weil wir Geschöpfe sind, ist der Gehorsam gegenüber Gottes Geboten die einzig richtige Haltung vor Gott, die wir einnehmen können. Andernfalls reduzieren wir Gott zu einer Idee, zu einem bloßen Begriff. Wenn wir in der Wahrheit des Gehorsams leben, werden wir die Wahrheit über Gott erkennen: seine Wirklichkeit und seine Größe. Gottesbeweise können nützlich und hilfreich sein, jedoch die Bereitschaft, ihm zu gehorchen, ist der bessere Weg zur Erkenntnis. Die Verheißung Christi aber ist sogar noch größer als bloßes Verstehen: Es ist das Angebot, von der Heiligsten Dreifaltigkeit geliebt und mit ihr vereinigt zu werden.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich möchte dich immer tiefer und persönlicher kennen lernen. Ich weiß nun, dass ich dazu zuerst deinen Willen für mein Leben erkennen und dann mit größtmöglicher Großzügigkeit erfüllen muss. Dazu brauche ich deine Hilfe, Herr.

Vorsatz:  Heute will ich die Extrameile gehen, von der der Herr im Evangelium spricht, indem ich meine Pflichten freudig erfülle, und indem ich in ihnen das Mittel erkenne, das mir wirksam dabei hilft, Gott und meinen Nächsten zu lieben.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 25. Mai 2014

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