Donnerstag, 8. Mai 2014

Ein Leben des Dienens

Tägliche Meditationen - 15. Mai 2014

Donnerstag der vierten Woche in der Osterzeit
Hl. Sophia von Rom, Märtyrerin

P. Todd Belardy LC

Joh 13,16-20
Als Jesus die Füße seiner Jünger gewaschen hatte, sagte er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wißt und danach handelt. Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muß sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen. Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es. Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube, dass du Gott bist. Ich glaube, dass du Mensch geworden bist, dass du gelitten hast und gestorben bist, dass du vom Tod erstanden und in den Himmel aufgefahren bist. Ich glaube, dass du den Heiligen Geist gesandt hast, damit er uns hier auf Erden führe hin zu deinem Reich im Himmel. Ich danke dir für deine unendliche und bedingungslose Liebe. Ich danke dir, dass du mir den Weg zeigst. Ich setze mein ganzes Vertrauen auf dich und will dich jeden Tag mehr lieben.

Bitte: Herr Jesus, erwirke in mir, dass ich lieber diene, anstatt bedient zu werden.

1.  Der Lehrer. Die Jünger nannten Jesus während seines Erdenlebens „Meister”. Viele andere nannten ihn mit Recht auch so, denn Jesus ist der Meister. Als Petrus den Herrn das dritte Mal nach seiner Auferstehung sah, bekannte er: „Herr, du weißt alles” (Joh 21,17). Auch wenn Petrus hier erkannt und akzeptiert hat, dass es im Leben schwierige Situationen zu bewältigen gibt, war er jedoch auch imstande, demütig anzuerkennen, dass Christus wahrhaftig der Herr und Meister ist und alles weiß. Wenn wir Christus betrachten, müssen wir begreifen, wer hier spricht, handelt, Wunder wirkt, arbeitet und belehrt. Er ist Gott, der Herr aller Dinge: ein Mensch wie wir, aber auch Gott, der den Schlüssel zu allem hat.

2. Der Jünger. Der Meister wurde zum Sklaven. Gott diente den Menschen. Wenn wir begriffen haben, dass unser allmächtiger Gott auf die Erde kam, um uns zu dienen, können wir nur in demütiger Anbetung niederfallen. Christus gibt seinen Jüngern immer wieder das Beispiel seiner eigenen Sendung: anderen zu dienen. Liebe Gott, indem du anderen dienst; lebe wie Jesus, indem du dich Gottes Willen demütig unterwirfst. Das ist das Wesentliche des Christentums: bescheidener Dienst an allen, besonders an den Menschen, bei denen es uns am schwersten fällt. Die Bezeichnung dafür ist: christliche Nächstenliebe.

3. Der Segen. Christus lädt uns ein, zu dienen. Ein Diener für andere zu sein, fällt uns nicht leicht, weil es bedeutet, dass man demütig sein muss. Es war auch nicht einfach für Christus. Sein Ansporn war, uns zu lieben und uns zu erlösen. Dienst an anderen ist ein Segen, weil wir dadurch lieben können – auch in Situationen, in denen sich unsere Leidenschaften nicht unterwerfen lassen wollen und wir uns vor dem Dienst an anderen am liebsten drücken möchten. Die Liebe verwandelt unsere Welt; sie verwandelt unser Herz und macht es der Gnade Gottes möglich, uns in der Tiefe unserer Seele berühren zu lassen. Wenn wir als Beweggrund für das Dienen die Liebe zu den Menschen haben, wird jede Gelegenheit des Dienens zum Segen. Ein Segen nämlich, wie der Herr zu leben, der kam, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben für uns hinzugeben.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, hilf mir heute, dich als demütiger Diener aller nachzuahmen. Entflamme mein Herz mit großem Eifer für die Menschen, sodass ich in jedem Augenblick danach verlange, anderen deine Liebe zu schenken.

Vorsatz:  Ich will heute für jemand in Not ein bewusstes Werk christlicher Nächstenliebe vollbringen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 15. Mai 2014

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