Dienstag, 8. April 2014

Die Darbietung von Lobgesang

Tägliche Meditationen - 13. April 2014

Karwoche
Palmsonntag

P. Shane Lambert LC

Mt 21,1-11
Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, es ist mein sehnlichster Wunsch, dich in dieser Woche, in der du dein Leiden und deinen Tod für unsere Erlösung auf dich nimmst, zu begleiten. Ich bitte nur darum, dass mir der Glaube und die Ausdauer gegeben werden, damit ich den Fuß des Kreuzes erreiche. Lass meine Liebe so geläutert sein, dass du in mir lebst und nicht mein Egoismus.

Bitte: Herr, schenke mir die Gnade der Beharrlichkeit im Glauben.

1.  Bindet den Esel los! Der Herr Jesus Christus ist Schöpfer und Erlöser. „Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.“ (Joh 1,3). Von allen Geschöpfen in der Welt beansprucht Jesus eine angebundene Eselin und ihr Fohlen. Das ist Gottes Plan, Gottes Wille. Aber wem gehören sie? „Das Recht auf Privateigentum, das man sich selbst erarbeitet oder von anderen geerbt oder geschenkt bekommen hat, hebt die Tatsache nicht auf, dass die Erde ursprünglich der ganzen Menschheit übergeben worden ist. Dass die Güter für alle bestimmt sind, bleibt vorrangig, selbst wenn das Gemeinwohl erfordert, das Recht auf und den Gebrauch von Privateigentum zu achten“ (KKK 2403). Jesus will das retten, was ihm gehört. Will ich ihm im Wege stehen? Will ich weiterhin den Strick festhalten? „Jesus macht es seinen Jüngern zur Pflicht, ihn allem und allen vorzuziehen, und schlägt ihnen vor, um seinetwillen und um des Evangeliums willen auf ihren ganzen Besitz zu verzichten. … Das Gebot der Loslösung von den Besitztümern zu erfüllen, ist notwendig, um in das Himmelreich zu gelangen.“ (KKK 2544). Die Frage ist, ob Jesus Anspruch auf die Geschenke erheben darf, die Gott mir anvertraut hat. Welch ein Armutszeugnis, wenn Geschenke letztlich nie zu größerem Nutzen beitragen! Welch eine Undankbarkeit, wenn ich sie nicht dem rechtmäßigen Eigentümer zurückgebe!

2. Bindet sie los! Der Herr braucht, was ich habe. Er sendet seine Boten, damit sie die Geschöpfe losbinden, die ich an mich gebunden habe und festhalte. Was ich als mein „Eigentum“ bezeichne, gehört eher ihm. Indem ich ihm überlasse, was ich für einen höheren Verwendungszweck zur Verfügung habe, bin ich frei geworden. Der Herr will einen Plan erfüllen. Ich kann dabei mithelfen oder mich ihm in den Weg stellen. Mein König möchte zu mir auf dem, was mein Lasttier gewesen war, kommen. „Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, voll Huld in all seinen Werken.“ (Psalm 145,17). Ich muss meinen Schöpfer als meinen Erlöser handeln lassen. „Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.“

3. Singe ein Loblied! Es gibt die treuen Seelen, die in Jesus Christus die Gegenwart Gottes erkennen. Gehöre ich zu ihnen? Der Sohn Davids kommt in aller Demut in die heilige Stadt und ohne große Demonstration von Macht. Die bescheidenen und einfachen Leute wissen, wie man dem Sohn Gottes mit einer schlichten Geste Anerkennung zollt. Sie breiten ihre Kleider und Zweige auf der Straße aus. Einmal hörte ich Jesus sagen: „ … dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.“(Lk 6,29). Tut es mir immer noch weh, dass er mir meinen Esel genommen hat, so sehr, dass ich jede weitere Aufforderung, ihm Ehre zu erweisen, übel nehme? Mein Erlöser will meinen Rock und ebenso meinen Mantel zurückhaben – er, der meinetwegen bald seinen Rücken zur Geißelung hinhalten wird. Lass mich sie auf dem Boden ausbreiten. Wenn ich eines Tages voll Freude beim Aufleuchten des Osterlichts singen will, dann lass mich meinen Stolz und meinen Neid ablegen, um diesen Lobgesang anzubieten: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, mir ist klar, dass ich an so viele materielle Dinge gebunden bin. Ich klammere mich in falscher Hoffnung an Geschöpfe, die nicht wirklich meine Bedürfnisse befriedigen und mich nicht von meiner Sündhaftigkeit erlösen können. Komm in mein Leben und befreie mich aus Liebe. Lehre mich, die Geschenke, die du mir gegeben hast, zu deiner größeren Ehre zu gebrauchen.

Vorsatz:  Heute will ich gewissenhaft meine Zeit und mein Können aus Liebe zu Gott und zum Nächsten aufopfern – ich will aus uneigennützigen Beweggründen handeln.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 13. April 2014

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