Dienstag, 4. März 2014

Selig sind, die reinen Herzens sind

Tägliche Meditationen - 12. März 2014

Mittwoch der ersten Woche in der Fastenzeit
Hl. Almud CBM, Abtissin
Hl. Engelhard OFM
Hl. Beatrix OPraem

P. Alex Yeung LC

Lk 11,29-32
Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein. Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, ich glaube an dich, weil du die Wahrheit selbst bist und weil du mir immer mehr den Sinn und Zweck meines Lebens offenbarst. Ich vertraue auf dich, weil du jeden Tag auf mich wartest und an meine Tür klopfst, weil du immer bereit bist, mir zu vergeben und mich durch das Gebet und die Sakramente näher an dich zu ziehen. Ich liebe dich, weil du dich am Kreuz ganz mir geschenkt hast und mich so gelehrt hast, was es bedeutet, sich in der Liebe ganz zu erfüllen. Amen.

Bitte: Herr, hilf mir zu erkennen, dass Heiligkeit und Demut Hand in Hand gehen.

1.  Christus ist das Bild der Heiligkeit. Wir alle leben mit einem „Ego“, einem Bild von Vollkommenheit, das wir uns in unserer Phantasie von uns bilden. Dieses Bild ist seit der Kindheit in uns: der Sportstar, der Rockstar, das Hollywoodidol, welches wir schon immer werden wollten. Ebenso wie diese Vorstellung, fallen wir leicht in die Versuchung, uns unsere Heiligkeit als vollkommen und fehlerlos vorzustellen – ohne Schwächen, Schwierigkeiten und Makel. Wir meinen, wir könnten so eines Tages werden, wenn wir uns nur von unseren zahlreichen Fehlern lösen könnten. Das ist durch und durch pure Phantasie! Das Streben nach Heiligkeit ist nicht das Streben nach einem Ideal, einem „vollkommenem“ Ich. Nein. Gott allein weiß, wie unsere Heiligkeit letztendlich sein wird. Unser Ziel ist nicht das Erreichen dieses Ichs unserer Phantasie, sondern unser Ziel ist Christus. Er ist zugleich die Quelle und der Höhepunkt unserer Heiligkeit.

2. Heiligkeit bedeutet, Gott das Steuer unseres Lebens zu überlassen. Wir können oft in den Biografien von Heiligen lesen, wie sie in ihrem spirituellen Leben Schwierigkeiten erfuhren, wie unvollkommen sie sich angesichts ihrer Berufung durch Gott vorgekommen sind. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn wir innere Prüfungen, Unsicherheiten und Verwirrungen erfahren, je mehr wir uns Gott anvertrauen. Wenn wir uns selbst Gott übergeben und den Ruf zur Heiligkeit ernst nehmen, müssen wir Gott das Steuer unseres Lebens überlassen. Das bedeutet, dass wir loslassen müssen. Wir müssen ihm die Kontrolle bei unserem Streben nach Heiligkeit überlassen. Dann, und nur dann, wird dieses Streben echt sein.

3. Die Niedrigen werden erhöht werden. Heiligkeit bedeutet nicht, dass wir keine Fehler mehr haben, oder dass nach außen hin eine Tugend allen offensichtlich erscheint. Im Gegenteil, weil das Wachsen in der Heiligkeit unsere Seele immer mehr in Berührung mit dem göttlichen Licht bringt, macht Gott uns fähig, unsere Seele immer mehr so zu sehen, wie er sie sieht. Und das bedeutet, dass wir mehr und mehr unsere Sünden erkennen, dass wir vor allem die Wurzelsünden unseres Lebens klarer erkennen, was uns tief erschüttern muss. Kein Wunder, dass so viele Heilige einmal in der Woche beichteten, wenn nicht sogar öfters! Sicherlich bringt Heiligkeit Wachstum in der Tugend und das Bleiben im Stand der Gnade mit sich, aber sie bedeutet kaum die Abwesenheit von Fehlern, von Versagen und leichten Sünden jeglicher Art. Wesentlich ist nicht Fleckenlosigkeit, sondern eine echte Selbsthingabe an Gott und seinen Willen. Vielleicht hat aus diesem Grund der heilige Augustinus einst erklärt, dass für das Streben nach Heiligkeit drei Tugenden wesentlich sind: als erstes die Demut, als zweites die Demut und als drittes … die Demut!

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich danke dir, weil du mir das Streben nach Heiligkeit ermöglichst! Ich danke dir, weil du mir Tag für Tag zeigst, wie ich in der Freundschaft zu dir wachsen kann. Hilf mir, aus meinen Fehlern zu lernen und sie als Gelegenheiten zu nutzen, in der Demut zu wachsen. Hilf mir, niemals an dir zu zweifeln; hilf mir, niemals an meiner Berufung zur Heiligkeit zu zweifeln. Amen.

Vorsatz:  Wenn ich heute in einer kleinen oder großen Angelegenheit versage, will ich mein Versagen Gott bekennen (in der festen Absicht, eine ernste Angelegenheit so bald als möglich zu beichten), mich schnell wieder erheben und mutig voranschreiten.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 12. März 2014

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