Dienstag, 14. Januar 2014

„Seht das Lamm Gottes!“

Tägliche Meditationen - 19. Januar 2014

Zweiter Sonntag im Jahreskreis
Familiensonntag

P. Walter Schu LC

Joh 1,29-34
Am Tag darauf sah er Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Einführendes Gebet:  Jesus, ich danke dir für diese Gelegenheit, mit dir, meinem Herrn und Gott, zusammen sein zu dürfen. Du suchst mich immer zuerst. Selbst mein Wunsch, dir zu begegnen, ist eine Frucht deiner Liebe zu mir, des Wirkens deiner Gnade in meinem Herzen. Ich vertraue darauf, dass dieser Tag gefüllt ist mit der Gnade, die ich brauche, um deinem Ruf nach Heiligkeit zu folgen und um dir wie ein Apostel nachzufolgen.

Bitte: Herr, hilf mir, dich mit demselben Mut, der Demut und Offenheit für den Heiligen Geist zu bezeugen, wie Johannes der Täufer das getan hat.

1. Johannes sah Jesus auf sich zukommen. Jesus kommt auch uns immer entgegen. Warum? Weil er uns liebt. Er drängt sich uns niemals auf. Er stürmt nicht durch unsere Tür herein und zwingt uns, ihn anzunehmen oder sogar anzuerkennen. Er bleibt uns aber nahe und hofft, dass wir seine Liebe wenigstens ein bisschen sehen und dadurch erkennen, dass er derjenige ist, nach dem sich unsere Herzen so sehr sehnen. Was wird geschehen, wenn wir die Tür unseres Lebens, unseres Herzens für Christus öffnen? Er wird uns rufen, die engen Grenzen unseres Egoismus, unserer Habgier und Genusssucht, unseres Neides und unserer Ichsucht zu verlassen. Er wird uns unvorstellbare Horizonte eröffnen und unseren armseligen, vor sich hinfließenden Tagen eine reiche und neue Dimension schenken. Er wird uns eine alles übersteigende Sendung anvertrauen: Ihn nicht nur mit unseren Worten zu bezeugen, sondern mit allem, was wir sind und haben.

2. Johannes gibt Zeugnis vom Lamm Gottes. Als Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen sieht, ruft er aus: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt!“ Dieser Titel, den Johannes Jesus gibt, hat eine tiefe Bedeutung. 1.500 Jahre vor Christus, während des Exils in Ägypten, rettete das Blut des Paschalammes, das die Israeliten an die Türpfosten ihrer Häuser gestrichen hatten, ihre Familien vor dem Todesengel, der die Erstgeborenen der Ägypter tötete. Dadurch war Moses in der Lage, das auserwählte Volk in das verheißene Land zu führen. Christus ist das wahre Lamm Gottes, der sich selbst als Opfer darbringt, um unsere Sünden auf sich zu nehmen und uns so das verheißene Land des Himmels zu öffnen. Das Zeugnis des Johannes erfordert Demut: Seine eigenen Jünger verlassen ihn, um Jesus zu folgen. Strebe ich nach so einer Demut? Stelle ich mein Zeugnis für Jesus über mein Eigeninteresse?

3. Johannes erkennt Jesus durch den Heiligen Geist. Johannes Zeugnis war so überzeugend, dass viele seiner Jünger Jesus nachfolgten. Johannes hatte anfangs gesagt, dass er Jesus nicht gekannt hatte. Was bedeutet dieser rätselhafte Satz? Als Verwandter von Jesus hat er ihn sicher gekannt; jedoch war ihm der genaue Augenblick, in welchem Jesus seine messianische Sendung beginnen würde, unbekannt. Nur durch den Heiligen Geist erkannte Johannes Jesus als den Erwählten Gottes, der nun dem auserwählten Volk offenbart werden sollte. Der Heilige Geist will auch in unserem Leben mit derselben Macht wirken. Welche Bindungen an die Welt behindern in mir das Wirken des Heiligen Geistes? Welche Ängste halten mich noch davon ab, ihn so in mir wirken zu lassen, wie er das möchte? Vertraue ich ihm ganz, ihm, der die Liebe selbst ist?

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du immer zu mir kommst. Ich danke dir für deine Liebe zu mir. Manchmal weiß ich nicht, was du in mir siehst, Herr, aber selbst in meiner Schwäche und Sündhaftigkeit will ich deiner Liebe mit Liebe antworten. Hilf mir, dass durch die Gabe des Heiligen Geistes meine Liebe zu dir mutig und brennend wird.

Vorsatz:  Ich will den Heiligen Geist bitten, mir zu helfen, Christus an diesem Tag offen zu bezeugen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 19. Januar 2014

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