Freitag, 27. Dezember 2013

Das Geheimnis Gottes in unserer eigenen Lebenswelt

Tägliche Meditationen - 29. Dezember 2013

Sonntag der ersten Woche nach Weihnachten
Fest der Heiligen Familie

P. Ernest Daly LC

Mt 2,13-15. 19-23
Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazareth nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazaräer genannt werden.

Einführendes Gebet:  Herr, du bist mein Freund, mein Vater und mein Beschützer. Ich komme zu dir an diesem neuen Tag und vertraue auf deine Gegenwart. Ich erneuere meine Liebe zu dir und vertraue auf deine leitende Hand.

Bitte: Hilf mir, dir in diesem Moment tiefer zu begegnen. Hilf mir, dir auch in meinen Mitmenschen tiefer zu begegnen.

1.  Wir erkennen oft nicht den Wert unserer Mitmenschen. In Gottes Plan ist die Familie ein Geheimnis der Liebe. Heute feiern wir das Geschenk der Liebe, das wir in der Familie so oft erfahren. Hier zeigt uns Gott, wie jedes Familienmitglied zum Wirken Gottes in unserem Leben beiträgt, wie er uns hilft, seine Nähe und seinen Schutz durch die Nähe und Intimität der familiären Bindungen zu erfahren. Wir können uns denken, wie stolz Maria war, einen Ehemann wie den heiligen Joseph zu haben, ein Mann, der so stark und liebevoll war. Und doch war er so bescheiden und demütig, dass er bereit war, alles zu riskieren, um sie und Jesus zu beschützen. Wir können uns die enorme Achtung und Ehrfurcht vorstellen, die der heilige Josef vor der Schönheit von Marias Seele hatte und vor der Tatsache, dass Gott ihm diese zwei besonderen Menschen, Jesus und Maria, anvertraute. Zeige ich diese Bewunderung und Ehrfurcht über die Güte meiner Mitmenschen, besonders in meiner Familie?

2. Gottes Erlösungsplan geht durch die Familie. Gibt es für den Menschen irgendetwas Natürlicheres als die Familie? Und doch entdecken wir heute auf besondere Weise, dass Gott seinen Erlösungsplan so oft durch die stille, verborgene Liebe der Familie umsetzt. Die gegenseitige Dienstbereitschaft, die die Familienmitglieder einander erweisen, macht sie offen dafür, Instrumente der Gnade und Liebe Gottes zu sein. So können sie Wegbereiter der größeren Familie sein, die Gott auf der Erde gründen will. Wir haben gute Neuigkeiten über die Familie! In der Schule der Liebe und der Hingabe sendet Gott seine Missionare für die Erlösung der Welt. Strebe ich danach, jeden Tag von neuem zu lernen, ein Instrument der Liebe Gottes für andere in meiner Familie zu sein? Mache ich meine Familie zu einer Schule der Evangelisation, indem ich dort Christi Tugenden nachahme und eine Kultur des Lebens innerhalb und außerhalb meiner Familie aufbaue?

3. Er soll Nazaräer genannt werden. Nazareth war nicht der Ort, an dem man den Messias am ehesten vermutete, und doch wollte Gott genau dort sein. Denke ich manchmal, dass meine Familie nicht ein Ort sein kann, an dem Gott wirklich gegenwärtig werden kann? Bin ich fähig, das Werk, das Gott in aller Stille in diesen realen, begrenzten und doch erstaunlichen Mitmenschen vollbringt, zu bewundern? Die Kirche ist auch meine Familie. Kritisiere ich gelegentlich das Versagen anderer in der Kirche, anstatt sie aufzubauen, oder konzentriere ich mich auf das Positive und nutze meine Energie, um bei der Neuevangelisierung zu helfen, anstatt sie durch Beschwerden zu vergeuden?

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du in eine Familie hineingeboren wurdest. Lass mich von Jesus, Maria und dem heiligen Josef lernen, für andere zu leben. Danke, dass du mir gezeigt hast wie groß deine Gnade ist, gerade bei den schwierigsten Umständen in der Familie. Hilf, dass die Liebe in meiner Familie und in der Kirche gefestigt wird.

Vorsatz:  Ich will heute eine besondere Anstrengung unternehmen, um positiv über ein Familienmitglied zu berichten.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 29. Dezember 2013

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