Freitag, 29. November 2013

Ein Glaube, der Regenwolken bewegt

Tägliche Meditationen - 2. Dezember 2013

Montag der ersten Woche im Advent
Hl. Luzius von Chur, Bischof
Hl. Bibiana, Märtyrerin

P. John Doyle LC

Mt 8,5-11
Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.

Einführendes Gebet:  Jesus, unser Herr, ich komme mit einem großen Vertrauen zu dir, im Wissen darum, dass du diese Zeit mit mir verbringen willst und mich an diesem Tag begleiten willst. Ich bin dir dankbar für deine bedingungslose und niemals endende Liebe. Demütig biete ich dir mein Verlangen an, dich mit großer Sehnsucht zu lieben und dir in Treue zu dienen.

Bitte: Herr, hilf mir einen tiefgründigen und doch kindlichen Glauben an dich zu haben.

1.  Ich werde kommen und ihn heilen. Jesus besitzt ein Herz, das allen Bedürftigen sofort hilft. Zweifellos hatte Christus andere Pläne, als er in Kafarnaum ankam, Pläne, die einen weiteren Ausflug zur Heilung eines Sklaven eines Fremden nicht vorsahen. Oft finden wir uns in ähnlichen Situationen im alltäglichen Leben. Wir wollen uns gerade nach einem zermürbenden Tag entspannen, wenn das Telefon klingelt oder eine zarte Stimme um Hilfe bei seinen oder ihren Hausaufgaben bittet. In genau diesen Augenblicken lädt Jesus uns ein, sein Beispiel des Dienens nachzuahmen. Tauschen wir einmal für einen Moment die Rollen. Wie oft war ich derjenige, der den Jemanden um ein wenig Zeit gebeten hat? Bitten wir Jesus um die Gnade flexibel zu sein und stets empfänglich für die Nöte anderer.

2. Ich bin nicht würdig. Der Hauptmann hat ein tiefes Bewusstsein seiner eigenen Unwürdigkeit, und das ist der Schlüssel dazu, dass Jesus Gefallen an ihm findet. Manchmal beten wir, als ob wir Gottes Gefallen verdient hätten, aber hier erkennt der Hauptmann, dass er es nicht wert ist, dass Jesus zu ihm kommt. Der Glaube und die Demut dieses Mannes waren so großartig, dass wir seine Worte benutzen, um vor dem Empfang der heiligen Kommunion unsere Gefühle auszudrücken: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Machen wir in diesem Advent diese Worte des Hauptmannes bei unserer Vorbereitung auf die Ankunft Christi zu unseren eigenen.

3. Ein Glaube, der Regenwolken bewegt. Wenn man sagen kann, dass Jesus eine Schwäche für etwas hatte, dann zeigte sich diese „Schwäche“ Christi, wenn er bei anderen Glauben bemerkte. Er bewirkte nie ein Wunder, ohne vorher Glauben von dem zu verlangen, der es empfangen sollte, und er wies niemanden ab, der ihn voll Glauben um etwas bat. Jesus sagt, dass der Berge bewegen kann, der einen Glauben hast, der so groß ist wie ein Senfkorn. Obwohl ich persönlich nie jemanden Berge bewegen sah, habe ich sicher gesehen, dass das Gebet kleine Dinge bewegen kann. Wenn du irgendetwas bewegen willst, bitte mit Glauben darum, und du wirst Jesu wunden Punkt treffen. Richte dein Bittgebet an unseren Herrn mit einem treuen Glauben und einer Liebe zu seinem Willen. Er hört wirklich zu und kann bewegen, was immer bewegt werden muss.

Gespräch mit Christus: Jesus Christus, ich bitte dich um den Glauben, den du von mir verlangst. Ich werde mich jetzt daran erinnern, mich mit meinen Sorgen an dich zu wenden, egal wie klein sie sind, weil ich weiß, dass du mich begleitest und mir helfen und mich führen willst. Du hingegen hilf mir, dich in denen zu erkennen, die meine Hilfe brauchen, und gib mir die Großzügigkeit, dich nachzuahmen, indem ich sofort und gütig antworte.

Vorsatz:  Vor dem Essen will ich einen einfachen Glaubensakt vollbringen und ein Gebet sprechen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 2. Dezember 2013

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