Freitag, 29. November 2013

Geistlich blitzblank

Tägliche Meditationen - 1. Dezember 2013

Erster Sonntag im Advent

P. Edward McIlmail LC

Mt 24,37-44
Denn wie es in den Tagen des Noah war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Einführendes Gebet:  Herr, mein Glaube sagt mir, dass du hier bist und mich hörst. Ich zähle darauf, dass deine Güte und Freundschaft mich während dieser Meditation und dieser adventlichen Vorbereitungszeit auf deine Ankunft an Weihnachten tragen. Ich liebe dich dafür, dass du als Mensch zu uns kommst, um uns den Weg zum Himmel zu zeigen.

Bitte: Jesus, unser Herr, gib, dass ich lerne das Beste aus meiner Zeit auf der Erde zu machen.

1.  Vor der Flut. Als die Bosheit unter den Menschen groß geworden war, reute es Gott, dass er die Menschen gemacht hatte und er wollte sie in einer großen Flut hinwegschwemmen, so erzählt die Bibel im Buch Genesis. . Aber Noah fand Gefallen bei Gott und empfing eine göttliche Warnung vor dem bevorstehenden Unglück. Also fing er an die Arche zu bauen, ein Projekt, dass seinen Nachbarn in der Wüste seltsam vorgekommen sein muss. Die Flut überraschte die Menschen; nur Noah und seine Familie waren vorbereitet. So ist es mit der Welt. Das Unerwartete kann uns plötzlich überraschen. Wer aber Gott nahe ist und auf ihn hört, der kann selbst die unerwarteten Ereignisse mit Ruhe annehmen. Kann ich dasselbe über die Ereignisse in meinem Leben sagen? Vertraue ich wirklich Tag für Tag auf Gottes Vorsehung?

2. Einer wird mitgenommen, einer zurückgelassen. Der Tod kann kommen wie ein Dieb in der Nacht. An einem unerwarteten Tag wird ein Mann auf dem Feld mitgenommen; sein Begleiter bleibt. Der Tod kann innerhalb eines Augenblickes jeden von uns dahinraffen. Christus sagte seinen Zuhörern, dass er in die Welt kam, „damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh. 10,10). Aber er sagte uns nie, wie lang unser Leben sein würde. Dieser Gedanke sollte uns aber nicht entmutigen. Er sollte uns vielmehr dazu bringen, wachsam zu sein. Es gibt keine Zeit außer der Gegenwart, uns zu bekehren und uns Gott zuzuwenden. Mehr als ein paar Seelen haben gedacht, sie könnten ihre Bekehrung „bis morgen“ verschieben – ein Tag, der niemals kam. Unser Herr möchte, dass wir in der Gegenwart gut leben und im Hier-und-Jetzt Gutes tun. Unser Leben ist nichts als eine Sammlung gegenwärtiger Augenblicke; jeder Augenblick ist ein Teil eines größeren Bildes, wie ein Mosaik. Wie lebe ich die Gegenwart? Warte ich „bis morgen“, um mich zu ändern? Verstehe ich, wie riskant dieser Aufschub sein könnte?

3. Bleibt wachsam! Unser Herr beschönigt seinen Rat nicht. Er weiß, dass der Tod jeden von uns erwartet und dass wir dazu neigen diese Wahrheit zu ignorieren. Das Pfeifen im Walde ist eine weitverbreitete Einstellung unter denen, die leben, als sei ihr Leben endlos. Aber, o weh, wir sind Pilger, die auf dem Weg in die Ewigkeit diese Welt durchreisen. Die beste Art zu leben, ist jeden Tag so zu leben, als sei es der letzte Tag. Das bedeutet ein ernstes Gebetsleben zu führen und mit einem tiefen Geist der Nächstenliebe zu handeln. Wenn wir wüssten, dass heute unser letzter Tag wäre, wie würden wir ihn leben?

Gespräch mit Christus: Jesus, unser Herr, deine Geburt in Bethlehem änderte den Lauf der Welt – und den Lauf meines Lebens. Ich möchte mich in diesem Advent gut auf deine Ankunft an Weihnachten vorbereiten, damit ich dir ein angemessenes Geburtstagsgeschenk anbieten kann. Hilf mir jeden Tag so zu leben, dass ich in der Heiligkeit wachse und meinen Blick auf die Ewigkeit gerichtet halte.

Vorsatz:  Ich werde ein Programm machen, das mir hilft, den Advent besser zu leben. Das könnte mehr Gebet oder sogar ein oder zwei Gottesdienste während der Woche einschließen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 1. Dezember 2013

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