Donnerstag, 21. November 2013

Das Reich ist nahe

Tägliche Meditationen - 29. November 2013

Freitag der vierunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Jutta OCist, Äbtissin

P. Edward Hopkins LC

Lk 21,29-33
Jesus gebrauchte einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, ich glaube an dich und an das Reich, das du in uns und durch uns bauen willst. Erwecke mit diesem Gebet meine Liebe, damit ich mich mit dir für jene einsetze, die meiner Liebe bedürfen.

Bitte: Dein Reich komme, jetzt und für immer!

1.  Seht selber! Jesus beantwortet im heutigen Evangelium die ängstliche Frage der Jünger nach dem „Wann“ und nach den „Zeichen“, welche das Ende ankündigen (Lk 21-7). Er nennt einige Zeichen, die dem Fall Jerusalems und dem Kommen des Menschensohns „auf den Wolken“ vorausgehen werden. Diese Zeichen werden offensichtlich sein, so wie das Kommen des Sommers deutlich zu erkennen ist. Wir sollten uns also nicht so sehr darauf fixieren, das „Wann“ herauszufinden. Wir sollten uns darauf konzentrieren, das Reich Gottes hier und heute zu erkennen und zu leben. Wie schnell sind wir durch das abgelenkt, was um uns herum geschieht. Wie schwierig ist es, das Reich Gottes und die Ansprüche, die es an unser Herz und an unsere Beziehungen zu den Menschen in unserem Leben stellt, immer ins Bewusstsein zu bringen. Welche Anstrengungen unternehme ich, um die Ansprüche des Reiches Gottes in meinem Leben zu entdecken und zu erkennen?

2. Das Reich Gottes wird kommen. Jesus hat viele Bilder verwendet, um das Reich Gottes zu beschreiben. Wie das Senfkorn ist es am Anfang schwer zu erkennen. Es fängt winzig an und wächst langsam. Es wird aber kommen, und so sollte unser tägliches Gebet sein: „Dein Reich komme!“ Dabei müssen wir einer sehr realen Versuchung widerstehen. Nahezu unbewusst erwarten wir ein weltliches Reich, das zu unseren Lebzeiten kommt. Wir arbeiten und beten, als ob wir bald unser Ziel erreicht hätten und von unseren geistlichen Bemühungen ausruhen könnten. Dies führt dazu, dass wir aufgrund der geringen Fortschritte beim Gebet und bei den Tugenden entmutigt sind, wie auch von den Problemen um uns herum. Nein, wir müssen in der Hoffnung leben, mit wachsendem Vertrauen vorwärts gehen, dass der Herr sein Reich zur Erfüllung bringen wird, in uns und in der Welt, und zwar dann, wenn die Zeit reif dafür ist. Welches Reich suche ich?

3. Meine Worte werden nicht vergehen. Eine andere Versuchung in der Erwartung des Reiches Gottes besteht darin, angesichts der Prüfungen, durch die wir hindurch gehen müssen, zu verzweifeln. In den Worten der heiligen Theresa von Ávila aber heißt es: „Alles vergeht, Gott allein bleibt bestehen.“ Nichts von dem, was wir erleiden, wird übrig bleiben, wenn das Reich kommt. Und doch: die „Prüfungen“ sind gewissermaßen notwendig. Sie helfen uns, das Reich Gottes im Leben anderer herbeizuführen, besonders in denen, die sich verirrt haben, aber auch in unserer eigenen Seele. Wir sollten die Mittel des Reiches Gottes benutzen: das heißt Prüfungen mit Glauben und mit Liebe durchleiden, denn das gibt ihnen einen ewigen Wert. Wir sollten keine Gelegenheit versäumen, wodurch wir Gnaden erlangen und das kommende Reich aufbauen können. Denn am Ende wird nur das übrigbleiben, was wir für Gott und unsere Brüder und Schwestern getan haben.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, schenke mir einen größeren Glauben und das Vertrauen, dass jedes Kreuz und jede Last, so klein und unbedeutend sie auch sein mögen, ein Mittel sind, dir meine Liebe zu schenken. Ich will mit dir dein Reich aufbauen. Hilf mir, immer das zu erkennen und zu tun, was du von mir erwartest.

Vorsatz:  Ich will heute auf etwas verzichten und es für jemanden aufopfern, der Hilfe braucht.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 29. November 2013

facebook Google Plus Twitter You Tube

    

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok