Rom, 12. Juni 2026. Anlässlich des Hochfestes des Heiligsten Herzens Jesu hat das Internationale Leitungskollegium der Föderation Regnum Christi einen Brief an alle Mitglieder des Regnum Christi gerichtet. Darin lädt es dazu ein, neu zur Mitte unseres Lebens und unserer Sendung zurückzukehren: zur Liebe, die im Herzen Christi brennt.
Inspiriert von der Botschaft von Papst Leo XIV. zum 59. Weltfriedenstag ruft der Brief dazu auf, den Frieden Christi anzunehmen, zu bewahren und zu leben — als eine Gegenwart, die verwandelt. Zugleich greift er auf, was der Papst in diesen Tagen während seines Besuchs in Spanien über die Kultur der Begegnung und die Innerlichkeit gesagt hat: über jenen Weg zum eigenen Herzen, auf dem Versöhnung und Frieden entstehen.
Das Internationale Leitungskollegium ermutigt die Mitglieder des Regnum Christi, in ihren Familien, Gemeinschaften, Apostolaten und Arbeitsumfeldern zu Baumeistern des Friedens zu werden — besonders heute, da Unruhe und Polarisierung in vielen Bereichen Raum zu gewinnen scheinen. Der Brief nimmt den Aufruf von Papst Leo XIV. zur „Entwaffnung des Herzens, des Geistes und des Lebens“ auf und lädt jedes Mitglied ein, ihn sich persönlich zu eigen zu machen — beginnend mit einer ehrlichen Frage an sich selbst.
Lesen Sie hier den vollständigen Brief in einer deutschen Übersetzung. Den Originaltext auf Spanisch finden Sie hier als PDF zum Download.
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Dein Reich komme!
REGNUM CHRISTI
INTERNATIONALES LEITUNGSKOLLEGIUM
DG-FRC 00112-2026
Klass. II.3.A.14
12. Juni 2026
An die Laienmitglieder, die gottgeweihten Frauen und Männer, und die Legionäre Christi
Das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu stellt uns neu vor die Mitte unseres Lebens und unserer Sendung: das Herz Christi.¹
Wenn die Statuten von unserer Spiritualität sprechen, sagen sie uns: „Christus lädt uns, indem er die Liebe offenbart, die in seinem Herzen brennt, ein, ihn zu lieben und das zu lieben, was er liebt: den Vater, der ihn sendet, um uns zu erlösen; die allerseligste Jungfrau Maria, seine und unsere Mutter; die Kirche, seinen mystischen Leib, und den Papst; die Menschen, seine Brüder und Schwestern, für die er sein Leben hingibt; die geistliche Familie Regnum Christi als einen Weg, sein Reich in unseren Herzen und in der Gesellschaft gegenwärtig zu machen.“²
Wir möchten mit euch eine Betrachtung teilen, die daraus erwächst, auf dieses Herz Christi zu schauen, das vor Liebe brennt, und in dieser Zeit auf die Stimme von Papst Leo XIV. zu hören. Seine Botschaft zum 59. Weltfriedenstag schenkt uns ein Licht, das unsere Sendung erhellt.³
Der Papst beschreibt den Frieden Christi als „einen unbewaffneten und entwaffnenden Frieden, demütig und beharrlich“, und er weist mit Klarheit darauf hin, dass dieser Frieden „von Gott kommt, von Gott, der uns alle bedingungslos liebt“. Mit besonderer Kraft klingt auch eine weitere Aussage seiner Botschaft nach: „Bevor der Frieden ein Ziel ist, ist er Gegenwart und Weg.“
Das fordert uns unmittelbar in der Weise heraus, wie wir unsere Sendung leben. Wir sind zuerst dazu gerufen, den Frieden Christi anzunehmen, ihn zu bewahren und ihn in unseren Familien, in den Gemeinschaften der Gottgeweihten, an unseren Arbeits- und Studienorten, in unseren Orten, Sektionen, Apostolaten und Bildungseinrichtungen zu leben. Der Friede, den wir ausstrahlen sollen, ist jener Friede, den wir vom auferstandenen Herrn empfangen haben, der zu seinen Jüngern sagte: „Friede sei mit euch“ (Joh 20,19).
Der Heilige Vater beschließt seine Botschaft mit Worten des heiligen Augustinus, die wir als Auftrag annehmen: „Habt Frieden, Brüder. Wenn ihr andere zu ihm hinziehen wollt, dann seid die Ersten, die ihn besitzen und bewahren. In euch soll brennen, was ihr besitzt, damit ihr andere entzündet.“
Deshalb ist es eine konkrete Weise der Mitarbeit daran, dass Christus hier und jetzt kommt und herrscht, wenn wir Baumeister des Friedens sind.⁴ Das gewinnt heute besondere Bedeutung, da Unruhe und Polarisierung in so vielen Bereichen Raum zu gewinnen scheinen. Wer Zeuge des Friedens ist, sucht den Dialog und baut Brücken. Dafür braucht er vor allem einen inneren Raum, in dem Christus wohnen kann.
Als Teil unserer Sendung sind wir dazu gerufen, die Liebe seines Herzens sichtbar zu machen und Apostel heranzubilden,⁵ die Christus begegnet sind und dadurch zu Männern und Frauen des Dialogs, des Hörens und der Begegnung werden; zu Menschen, die fähig sind, Brücken zu bauen, die Gemeinschaft zu bewahren und jenen entgegenzugehen, die die Liebe Gottes erfahren müssen.
In seiner Botschaft schlägt der Papst drei konkrete Verpflichtungen vor, die wir uns zu eigen machen möchten: die Entwaffnung des Herzens, die Entwaffnung des Geistes und die Entwaffnung des Lebens. Im Licht dieses Rufes dürfen wir uns fragen: Was muss Christus in meinem Herzen, in meinem Denken und in meiner Lebensweise entwaffnen? Worin bittet er mich heute, den ersten Schritt zum Frieden zu tun?
Bitten wir gemeinsam um die Gnade, das Herz Christi immer tiefer kennenzulernen, uns von ihm berühren, verwandeln und bekehren zu lassen und mit „derselben Gesinnung wie Christus Jesus“ zu leben (vgl. Phil 2,5). Mögen wir als Apostel in der Welt nach seinem Herzen Boten des Friedens sein, im missionarischen Aufbruch leben und seine Liebe mutig verkünden.
Das Internationale Leitungskollegium und die Laien, die darin mitwirken,
P. Carlos Gutiérrez LC (Generaldirektor der Legionäre Christi)
Nancy Nohrden (Generaldirektorin der Gottgeweihten Frauen)
Félix Gómez Rueda (Generaldirektor der Gottgeweihten Männer)
Horacio Gómez (Laie im RC)
David Zárate (Laie im RC)
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¹ Vgl. EFRC 12.
² EFRC 14.
³ Leo XIV., Botschaft zum 59. Weltfriedenstag, 1. Januar 2026.
⁴ Vgl. EFRC 4.
⁵ Vgl. EFRC 5.