Während am Strand von Bibione Kinder Sandburgen bauen und im Meer spielen, beschäftigen sich ihre Eltern mit einer Frage, die gut zur Pfingstwoche passt: Wie wirkt der Heilige Geist im Alltag?
13 Familien aus Bayern und Baden-Württemberg nahmen in diesem Jahr ersten Termin des Regnum Christi in Bibione teil. Insgesamt 52 Personen verbrachten die Tage an der italienischen Adriaküste, begleitet von P. Martin Baranowski LC und dem Südtiroler Ordensbruder Luca Giacometti LC.
Vom ECYD-Camp zur Familienwoche
Für viele war es die erste Begegnung mit dem Regnum Christi: Acht der dreizehn Familien hatten bisher noch an keiner Veranstaltung der Gemeinschaft teilgenommen.
Für einen Familienvater war die Woche zugleich eine Rückkehr zu alten Wurzeln. Vor mehr als 20 Jahren hatte er als Junge an ECYD-Camps teilgenommen. Später verlor er den Bezug zur Kirche. „Mir sind immer noch die Predigten und Geschichten von damals im Ohr geblieben. Das hat mir geholfen, den Weg zurückzufinden – und jetzt mit meiner Familie nach Bibione zu kommen.“
Mehr als Urlaub: Auftanken für Leib und Seele
Die Familienwochen in Bibione gibt es seit mehr als zehn Jahren. Das Konzept ist einfach: Familien verbringen gemeinsam ihren Urlaub, erhalten geistliche Impulse und lernen andere Familien kennen, die ähnliche Fragen und Herausforderungen beschäftigen.
Untergebracht war die Gruppe in einem vom Erzbistum Treviso geführten Hotel direkt am Strand. Die eigene Kapelle, die Vollverpflegung und das weitläufige Gelände erleichtern den Familien den Alltag während der Woche.
„Mir helfen die Tage in Bibione, den Wert von Ehe und Familie sowie die Bedeutung einer christlichen Erziehung neu wahrzunehmen“, sagt P. Martin Baranowski. „Gleichzeitig komme ich mit den konkreten Fragen und Herausforderungen der Familien in Kontakt.“
Eine Woche im Zeichen des Heiligen Geistes
Thematisch stand die Woche ganz unter dem Leitwort von Pfingsten. In den Predigten der täglichen heiligen Messe sprach P. Martin über die zwölf Früchte des Heiligen Geistes. Die sieben Gaben des Heiligen Geistes waren Thema eigener Katechesen für Erwachsene und Kinder.
Nach dem Mittagessen trafen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Rosenkranzgebet im Garten des Hotels. Am Nachmittag stand jeweils eine Folge der Serie „The Chosen“ auf dem Programm. Anschließend wurden die Inhalte mit einem Kahoot-Quiz aufgegriffen und vertieft.
Den Abschluss des Tages bildeten eucharistische Anbetung und die Komplet in der Hauskapelle.
Ein gemeinsamer Tag in Triest
Zur Woche gehörte auch ein Ausflug in die Region Friaul-Julisch Venetien. Die Familien besuchten zunächst die Tropfsteinhöhle Grotta Gigante und anschließend die Hafenstadt Triest. Dort stand unter anderem das Schloss Miramare auf dem Programm, das Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich im 19. Jahrhundert errichten ließ.
Stimmen aus Bibione
„Der Mehrwert zu einer normalen Pauschalreise ist die Gemeinschaft und der Austausch untereinander und natürlich das geistliche Programm mit der Messe, der Anbetung etc. Besonders gut hat mir auch der gemeinsame Ausflug nach Triest gefallen. Das gehört wirklich auch dazu, gemeinsam etwas zu unternehmen. Herzlichen Dank dafür!“
„Wir haben uns von Anfang an herzlich willkommen gefühlt. Das Hotel mit großem Park sowie der Strand waren wunderschön und idyllisch. Der Unterschied zu einem privaten Familienurlaub war für uns die wunderbare Gemeinschaft, die sehr bereichernden Impulse zu den Früchten und Gaben des Heiligen Geistes – sie sind für uns ganz persönlich ein neuer Beichtspiegel geworden –, die täglichen Messen sowie die Gebetszeiten. Unsere Kinder waren begeistert vom liebevollen Input von Bruder Luca. Danke für die tolle Zeit!“
„Es war ein sehr schöner, abwechslungsreicher Urlaub: nicht zu viel Programm, aber genug, um sich mit Glaubensthemen auseinanderzusetzen und tiefer einzutauchen. Die tägliche heilige Messe zum Start in den Tag war sehr schön, ebenso die stille Anbetung am Abend, um zur Ruhe zu kommen. Unsere Jungs fanden ‚The Chosen‘ und das Quiz dazu total toll. Ein Familienurlaub am Meer mit Glaubensangebot ist perfekt. Was braucht man mehr? Wir kommen sehr gern wieder und haben es auch schon anderen jungen Familien weiterempfohlen.“