Von Gott gebrandmarkt #3
In seiner Predigt erschließt P. George Elsbett LC die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen als einen Weg innerer Heilung und Erneuerung. Ausgangspunkt ist der Durst des Menschen nach Liebe, Wahrheit und erfülltem Leben – ein Durst, den keine äußeren Sicherheiten und keine Ersatzquellen wirklich stillen können. Christus begegnet der Frau dabei nicht mit Distanz oder Verurteilung, sondern mit einer überraschenden Offenheit, die ihr Herz berührt und ihre Würde neu sichtbar macht. So wird deutlich: Gott kennt die Brüche des Menschen, aber er bleibt nicht bei ihnen stehen – er will heilen, aufrichten und neues Leben schenken.
P. George lädt dazu ein, den eigenen „Krug“ loszulassen, also das, woran wir uns festhalten, obwohl es uns nicht erfüllt, und uns neu dem „lebendigen Wasser“ zu öffnen, das Christus schenkt. Gerade in der Fastenzeit wird diese Szene so zu einer eindringlichen Einladung, die eigene Sehnsucht ernst zu nehmen, sich von Jesus anschauen zu lassen und in seiner Barmherzigkeit die Quelle zu entdecken, aus der ein neues, freies und glaubwürdiges Leben wachsen kann.
Predigt von 9. März 2026 im Zentrum Johannes Paul II. in Wien.